das Geschehen

Der Vorfall

Am 17. September 2011 um kurz vor 5 Uhr morgens befindet sich Giuseppe mit einem Freund auf dem Heimweg, als sie von drei Männern aggressiv nach Zigaretten gefragt werden. Daraufhin kommt es im U-Bahnhof Kaiserdamm zu einer Auseinandersetzung. Um dem aufgeflammten Konflikt entgegenzuwirken entschließen sich Giuseppe und sein Freund den Bahnhof zu verlassen. Die Männer folgen ihnen und greifen sie an. Als Giuseppe versucht, vor den Tätern zu fliehen, weil er die Situation als heikel erkennt, beginnt eine Hetzjagd. Er verlässt den U-Bahnhof und rennt über den Kaiserdamm. Ein Auto erfasst ihn, er wird durch die Luft geschleudert und direkt gegen einen Ampelmast geworfen. Während die Täter sich im Taxi davonmachen, versucht Giuseppes Freund ihn wiederzubeleben. Doch weder er, noch der eilig herbeigerufene Rettungsdienst, können sein Leben retten.

Giuseppe stirbt noch am Unfallort.

 

Das Urteil

Beide Angeklagten seien an der Tragödie schuld, urteilte der Vorsitzende Richter Ralph Ehestädt am Donnerstag vor dem Landgericht: “Der eine mehr, der andere weniger.”
Der eine, Ali T., verfolgte den 23-jährigen Koch Giuseppe Marcone am 17. September 2011 vom U-Bahnhof Kaiserdamm auf die Straße.
Die Tat des 21-jährigen T. war Körperverletzung mit Todesfolge, so die Richter.
Dennoch belassen sie es bei zwei Jahren Haft zur Bewährung.
Der gedrungene, bärtige Mann  muss 600 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Er bekommt einen Bewährungshelfer.
Der andere, Baris B., beteiligte sich zwar an den vorangegangenen Schlägen, er führte den ersten Schlag gegen Giuseppe aus, jedoch nicht an der Verfolgung. Die Richter verhängten gegen den 22-Jährigen eine viermonatige Bewährungsstrafe. Er muss 120 Stunden gemeinnütziger Arbeit leisten.